Reiseberichte

Azoren – ein Geheimtipp für Naturliebhaber

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Die Vulkaninselgruppe wurde im 15. Jahrhundert entdeckt, steht unter dem Schutz der UNESCO als zu schützendes Biosphärenreservat. Die Azoren sind zwar eigenständig mit Parlament und Präsident, haben sich aber Portugal angeschlossen…hier spricht man also Portugiesisch und zahlt mit Euro. 4,5 Stunden Flug und ich lande auf einem der letzten Naturparadiese Europas – auf den Azoren, besser auf Sao Miguel, in Ponta del Garda, der Hauptinsel der Inselgruppe. 8 weitere Inseln, die zum Teil auch per Flug erreichbar sind, gehören dazu und jede hat ihren eigenen Charme und Eigentümlichkeit: Naturparadiese und erloschene Vulkane, aufregende Ausblicke auf Land und Meer, historische Städtchen und jahrhundertalte Tradition oder Weinanbau im Vulkankrater, man muss selbst herausfinden was zu einem passt.

Ponta del Garda ist ein kleines Städtchen, hat aber einen neuen modernen Flughafen, der fast zu groß für die Region erscheint. Ein kurzer Transfer von nur 10 Minuten und eine ganze Reihe von kleinen 3 und 4 Sterne Hotels, hauptsächlich in der Altstadt, erwarten den Urlauber. Die überwiegend kleinen Häuschen der Azorianer sind aus dem hier vorkommenden Basalt gebaut und prägen die Architektur neben einer Reihe von Kirchen, Plätzen und Gärten. Der Hafen beherbergt die kleine Fischfangflotte und einige Ausflugsdampfer. Für die großen Kreuzfahrtschiffe, die hier vor Anker gehen, erscheint der Hafen eigentlich zu klein, meist legen die großen Schiffe außerhalb der Hafenmauern an. Es ist April und das Wetter ist noch nicht sommerlich, aber die Temperaturen fallen hier nie unter 13 Grad Celsius und so ist es leicht vorstellbar, dass die Azoren ein Eldorado für Flora- und Fauna-Liebhaber sind.

Es gibt über 60 anerkannte beschilderte Wanderpfade (GPS) mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, geprägt durch Lorbeer- oder Bambuswälder, Misch- und Nadelwald, Heidelandschaft oder Wacholderwälder und immer wieder findet sich ein Blick auf das Meer oder auf einen der vielen Kraterseen. Neben der Erkundung zu Rad und zu Fuß, ist die Insel unbedingt für Taucher und Surfer geeignet. Manta-Rochen, über 24 Walarten sind zu beobachten und ein sicherer Begleiter bei jeder Tauch- oder Bootstour sind die verschiedenen Delfinarten, die zuverlässig auftauchen, wenn immer die Boote aufs Meer hinausfahren.

Über die Inseln verteilt gibt es eine Reihe, meist kleiner Örtchen und Dörfer. Hier findet man kleine Restaurants mit ehrlichen und einfachen Speisen und moderaten Preisen. Je nach Vorstellung, gibt es unterschiedlich Möglichkeiten auf den Azoren zu wohnen. Ich habe auf meiner Fortbildung eine ganze Reihe von verschiedenen Hotels, Guesthäusern und Ferienbungalows kennengelernt und bin sicher, dass wir für Ihren Urlaub das Richtige finden. – Ich habe meine Favoriten auf unserer Tour entdeckt. Auf unertschiedliche Varianten ist die Inselgruppe zu bereisen, per Mietwagen, per Taxi oder mit öffentlichem Nahverkehr. Ich habe für Sie einen besonderen Kontakt zu einem Taxiunternehmen, nicht teuer und mit deutscher Reiseleitung inklusive.

Sie hören schon, Massentourismus ist hier definitiv nicht zu finden. Die Bewohner stellen sich langsam auf den Tourismus ein und freuen sich, wenn man sich interessiert. Unser Besuch auf einer der Quintas (Bauerhöfe) war rührend; man zeigte uns wie die Bauern in der Region früher und heute leben und arbeiten. Wir backten Brot und melkten Kühe, fuhren mit Ochsenkarren und Pferdefuhrwerken und hatten zum Schluss ein gemeinsames Essen mit Musik, das alles werden wir sicher nicht vergessen.



„Nur“ Sonnenanbeter sind auf den Azoren falsch am Platz, denn von den Azoren kommen zwar unsere Hochs, aber das Wetter ist in der Regel unbeständig, doch nie zu heiß und nie zu kalt. Mit Durchschnittstemperaturen im Juni – August bei 23 Grad.

Ihre Anne Jansen-Schaffers