Reiseberichte

Ischia und Capri – Perlen im Golf von Neapel

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Italien ist eigentlich immer eine Reise wert… mir fehlt da u.a. noch Ischia und Capri!!

Wir reisen über Neapel, knapp 2 Stunden Flug und Fährüberfahrt, ca 1,5-2 Stunden, je nach Wetter, nach Ischia an.

Quirliges Treiben im Hafen der kleinen Insel und schon umschließt uns Bella Italia! Täglich kommen und gehen hier die eigentlich viel zu groß anmutenden Fähren vom Festland im Stundentakt. Der kleine Jachthafen mit imposanten Statussymbolen aus der ganzen Welt, schließt sich an die Anlegeplätze der kleineren Fähren, die von hier aus die Schwesterinseln Capri und Posida bedienen. Unser Hotel am Hang mit Blick auf das Hafenbecken ist schnell erreicht.
Kurzer Check Inn und dann wieder hinunter zum Hafen und einen kleinen Aperitivo vor dem Abendessen einnehmen und dem Treiben zuschauen.

Ischia ist die größte Insel im Golf von Neapel. Ischias vulkanische Beschaffenheit mit dem erloschenen Epomeo (über 700 m) und Kratern auch unter Wasser verdankt die Insel über 100 heiße Quellen, Fumarolen (Gasaustritte der noch heißen Magmaherde) und radonhaltiges Fango. Schon die Römer kurten hier und fast jedes Hotel hat eine eigene Thermalquelle und speißt daraus seinen Pool täglich neu mit ca. 25 Grad warmem Wasser. Die Wärme der Erde und Sonnenschein an 240 Tagen im Jahr verhelfen der Insel zu einem Klima, das im Winter die Temperaturen selten unter 8 Grad sinken lässt. Ischia ist wegen seiner heißen Quellen und Thermalanlagen seit vielen Jahrzehnten für Kuren bekannt. Aber seit einigen Jahren versucht man das Image der Insel zu verändern.

Auf Ischia wurden in den letzten Jahren zunehmend mehr Wanderwege längs der Küste, ins Landesinnere und in die Bergwelt der Vulkane erschlossen. Es haben sich inzwischen einige Agenturen auf dieses Thema spezialisiet. Wandertouren unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade und Anforderungen sind buchbar.

Sehenswert der Hafen (immer für einen Espresso zwischendurch gut), das Castello Aragones in Ischia Ponto, die Ferienorte Casamicciola, das Örtchen Laco Ameno, bekannter Jet-Set Urlaubsort der 70-ger Jahre oder Forio, einstige Künstlerenklave und nicht zu vergessen das kleine Fischerdörfchen Sant Angelo im Süden mit dem angrenzenden Marontistrand. Hier kann man sich im heißen Sand einbuddeln lassen und die Wärme genießen. Alle sehenswerten Highlight können ganz problemlos mit einer Bus-Netzkarte erreicht werden.Wenn schon in der Nähe, dann die Fischer von Capri bewundern. Ob es die noch gibt?

Capri, ca. 40 Fährminuten von Ischia entfernt, gehörte in grauer Vorzeit einmal zur Sorrentischen Halbinsel. Das Eiland ist gerade einmal 10 qkm groß und im Gegensatz zu Ischia nicht vulkanischen Ursprungs. Zwei Orte liegen auf Hochplateaus, der Hauptort Capri mit seinen zauberhaften verwinkelten weißen Gässchen, den schicken Boutiquen, edlen Hotels und dem Hafen Marina Grande, wo wir mit den vielen Fähren mit Tagestouristen immer während an Land gehen; der zweite ist Anacapri, größer, verstreuter gelegen, dafür ruhiger und nicht so mondän, schließlich schwieriger zu erreichen und damit weniger der Invasion der Tagestouristen ausgeliefert.

Auch Capri kann bewandert werden, die schönen Villen, die Blumenpracht im Sommer, die bizarren Felsformationen, wie der Arco Naturale, verzaubern den Wanderer.

Auch wir sind mal wieder eingefangen von der Bella Italia, haben in einer Woche die Insel gemütlich bereisen können und werden beim nächsten Mal Capri mit Positano bereisen.
Wohnen und Schlafen ist in Italien grundsätzlich anders zu bewerten als z. B. in Spanien oder der Türkei. Es gibt quasi keine Hotelburgen oder große Hotelanlagen. Die meisten Häuser haben nicht mehr als 50-80 Zimmer, selten über 100. Das Abendessen wird in den Hotels meist als Menü mit Wahlmöglichkeiten serviert und ist meist sehr typisch. Essen und Trinken unterwegs ist am besten in kleinen Trattorien am Straßenrand zu empfehlen – immer günstig, typisch und echt lecker.

Ihre Anne Jansen-Schaffers