Reiseberichte

KRETA IST GUT IN SCHUSS…

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FORTBILDUNG FÜR FACHLEUTE

20 TEILNEHMER….JEDE MENGE HOTELS …..7 NÄCHTE …3 HOTEL-CHECK INNS…… 2 AUSFLÜGE… EINE INSEL UND JEDE MENGE KILOMETER PER BUS

Über die Anreise mit Tuifly kann man geteilter Meinung sein. Das Sitzplatzangebot entspricht dem anderer Airlines, ebenso der Check Inn und die gesamte restliche Abwicklung inkl. Boarding. Das Serviceangebot in der Maschine ist sicherlich verbesserungswürdig: vorbestelltes Essen, mit Snack und Getränk, ohne Snack und Getränke, frische geordertes Essen mit Getränk…eine echte Herausforderung für das Bordpersonal und eine Geduldsaufgabe für die Reisenden an Bord. Da schlummert noch viel Entwicklungspotenzial …

Die Ankunft ist wie eine Zeitreise in die 80er Jahre…der Flughafen ist dem Verkehrsaufkommen längst nicht mehr gewachsen und stellt den Urlauber in Sachen Geduld erneut auf die Probe. Nur 4 Gepäckbänder befördern die Koffer für gerade angekommene 12 Maschinen…wir sind eben nicht in Düsseldorf.

Koffer im Bus verstaut und durchatmen…..wir werden sehr sympathisch von unserer Reiseleitung auf Kreta in Empfang genommen. 20 Minuten Transfer und unser erstes Übernachtungshotel, Fodele Beach Hotel, wird problemlos bezogen. Beim ersten gemeinsamen Abendessen stellen wir fest, dass ein Teil der Kollegen die Insel noch gar nicht kennen und beim anderen Teil der Gruppe der Aufenthalt viele Jahre zurück liegt…..alle sind gespannt. Für die folgenden Tage sind 14 Hotelbesichtigungen und weitere 2 Umzüge der Gruppe geplant, außerdem stehen 2 Ausflüge zum Thema Land, Leute und Kultur auf dem Programm….sieht nicht nach Hektik aus, wie ich es von anderen Seminarreisen kenne.

Wir lernen in den ersten Tagen den Nord/Westen der Insel kennen mit den Hafenstädtchen Chania und Rethymnon und eine Reihe von dazu gehörigen Hotels in der Region.Dazwischen findet sich Zeit in den verwinkelten Gässchen in Chania ganz im Westen und in der 3. größten Stadt Kretas, Rethymnon, am Hafen entlang zu flanieren, in den kleinen Boutiquen zu stöbern, durch die Markthalle zu bummeln und hier ein Mitbringsel zu finden oder bei einem Frappé die Hafenatmosphäre zu genießen. Hier ist pures „Kretaflair“ inklusive. Uns laden kultige Lounges und „In-Locations“ zum Drink ein, denn trotz touristischem Trubel, haben sich beide Städte viel Flair erhalten ohne altbacken zu wirken.

Nach 2 Tagen beziehen wir unser nächstes Standorthotel, ein Aktivhotel in Amoudara. Von Amoudara raus geht’s auch auf einen Ausflug mit fachkompetenter Reiseleitung auf die „Lassithi – Hochebenen – „da, wo die Welt noch in Ordnung ist“ und beim Aufstieg zur Geburtshöhle des Zeus erfahren wir mehr über die griechische Mythologie. Das Wetter zeigt sich nicht ganz von seiner schönen Seite und für diese Reisezeit ist ein „Jäckchen“ schon von Nöten. Bei einem urigen landestypischen Mittagessen in einer Taverne in den Bergen wird viel gefachsimpelt und gelacht.

In den nächsten Tagen lernen wir den Osten der Insel kennen mit den Ferienorten Cheronissos und Stalis und besichtigen einige Hotels. Ein Abendessen in einem Bergdorf in typisch kretischer Atmosphäre mit jeder Menge Köstlichkeiten und selbstverständlich selbstgebranntem Raki werde ich auf jeden Fall meinen Kunden empfehlen.

An unserem letzten Tag steht noch einmal ein richtiges Highlight auf dem Programm: ein Bootsausflug in die traumhafte Mirabello Bucht nach Spinalonga, der Insel der Vergessenen. Die Sonne scheint und wieder begleitet uns unsere Reiseleitung Elfi. Wir werden in die Geheimnisse und spannende Geschichte der Insel auf einem Inselrundgang eingeweiht und über Leben und Leiden auf Spinalonga informiert. – Hat sich unbedingt gelohnt…. finde ich.

Beim nachmittäglichen Abschlusstreffen bewerten die Kollegen und Kolleginnen die besuchten Hotels überwiegend mit guten und sehr guten Noten; viele Kollegen hätten sich zwar auch gerne Hotels in einfacherer Komfortkategorie angesehen, aber vielleicht das nächste Mal.

Alle sind sich einig… „Kreta ist gut in Schuss“ und unbedingt eine Reise wert. Gott sei Dank hat sich die Insel ihre eigene Atmosphäre und Infrastruktur erhalten und will nicht um jeden Preis mit den „All-Inklusiv Hochburgen“ anderer touristischer Regionen mithalten…für mich unbedingt ein wichtiger Punkt für die Kundenberatung.

Ihre Anne Jansen-Schaffers