Reiseberichte

Marrakesch ist die faszinierende Metropole Marokkos, wo die Vorstellung der Phantasie aus 1001 Nacht lebendig wird.

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Man taucht ein in das quirlige arabische Leben der Märkte und Souks, sobald man die Altstadt von Marrakesch, die Medina betritt. Vom großen Platz am Cafe de France geht es ohnehin nur zu Fuß weiter. Wenn man ein Hotel (ein sog. Rihad) innerhalb der Altstadtmauern gebucht hat dann endet die Taxifahrt am Cafe de France. Von daher ist es sinnvoll wenn man sich dort vom Hotel abholen lässt oder der Transfer vom Flughafen den Weg zum Hotel mit einschließt. Das geschieht meist durch einen Angestellten des Hotels der mit einem Handkarren für die Koffer auf den Gast wartet.

Dann spaziert man hinter dem Transportkarren her bis die Unterkunft erreicht ist. Je nach gebuchtem Rihad bietet der Innenhof einen mehr oder weniger spektakulären Ort der Ruhe und Entspannung vom quirligen Treiben außerhalb der Hofmauern. Dazu gehört meist auch eine Dachterrasse mit Liegestühlen und gemütlichen Sitzecken. Alkohol ist ohnehin nur innerhalb der Mauern zu bekommen. Die islamischen Sitten werden im öffentlichen Leben von Marrakesch ernst genommen. Wenn man sich den Weg zur Unterkunft gemerkt hat kann man unbesorgt auf Entdeckungsreise gehen. Es gibt wirklich viel zu sehen.

Die Menschen sind freundlich und aufgeschlossen. Den allgegenwärtigen Händlern kann man dabei kaum entkommen. In den Souks verliert man schnell den Überblick welcher Händler eigentlich zu welchem Geschäft gehört. Je nach sprachlicher Anforderung helfen sich die Händler gegenseitig aus und so kann es sein das man die Verhandlung um die schöne in Handarbeit hergestellte Lampe auf Deutsch führen kann weil der aushelfende Gewürzverkäufer lange Jahre in Gelsenkirchen als Gastarbeiter tätig war und nun den Lampenverkäufer unterstützt.

Handeln ist Pflicht und dafür sollte man sich einen Moment Zeit nehmen. Neben dem großen Platz und den Souks gibt es jede Menge Sehenswürdigkeiten. Besonders erwähnt sei hier die Koranschule oder der „Jardin Majorelle“, den der Pariser Modeschöpfer Yves Saint Laurent farbenprächtig gestaltet hat. Dieser liegt jedoch in der Neustadt, ist aber nach einer kurzen Taxifahrt für weniger als 100 Dirham, etwa 10 Euro, zu erreichen.

Für das Abendessen gibt es übrigens wirklich gute Restaurants, besonders wenn man die heimische Küche probieren möchte; wie erwähnt aber in der Regel ohne den Ausschank von Alkohol.

Ihre Anne Jansen-Schaffers